Viele Menschen haben Angst oder eine gewisse Scheu vor Hypnose und Hypnotherapie. Das ist verständlich, denn Hypnose hat in unseren Augen etwas Mystisches und Geheimnisvolles. Seit 4000 Jahren wird mit Hypnose gearbeitet. In vielen Religionen gibt es Trance Rituale, die etwas Geheimnisvolles in sich tragen. Daher hat auch bei vielen Klienten, die gerne eine Aufgabenstellung mit Hypnose lösen möchten, die Hypnose noch etwas von diesem mystischen, geheimen und okkulten Charakter. Die Frage ist, ob Hypnose wirklich funktioniert?
Was ist Hypnose oder Trance?
Hypnose funktioniert, um es so zu sagen. Ja, das ist seit 2006 auch in Deutschland bestätigt, denn seit diesem Jahr ist Hypnose und Hypnotherapie wissenschaftlich anerkannt und wird seither in Coaching, Beratung und Therapie in vielen Bereichen noch effektiver eingesetzt.
Das Hypnose kommt ursprünglich aus dem altgriechischen , “hypnos” bedeutet “Schlaf”. Das ist jedoch nicht richtig. Hypnose ist kein Schlafzustand, sondern ein erweitertes Wachbewusstsein. Es ist ein veränderter Bewusstseinszustand, der zu einer Fokussierung führt. Man nimmt die Umwelt also wahr, jedoch anders.
Habe ich Hypnose schon erlebt?
Ja, jeder von uns kennt Hypnose bzw. Trancezustände. Wenn Sie fernsehen, ein Buch lesen, in eine Arbeit oder Musik vertieft sind, erleben Sie auch eine Art Hypnose, die man auch als Trancezustand bezeichnet. Sie konzentrieren sich auf einen Vorgang und haben dadurch eine erweiterte Wahrnehmung im Bezug auf eine bestimmte Tätigkeit.
Sie merken bei der Konzentration auf eine Tätigkeit auch, dass es schwer wird, sich wieder darauf einzulassen, wenn man einmal unterbrochen wird. Sie schreiben ein Buch, müssen dann die Tätigkeit unterbrechen und finden nicht wieder den Anschluss. Das ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Trancezustand sich aufgelöst hat.
Funktioniert Hypnose bei jedem Menschen?
Auch hier ein klares Ja. Jeder Mensch ist hypnotisierbar. Unterschiedlich ist nur, wie leicht das geht. Werbung hinterlässt wegen des Trancezustandes bei Ihnen mehr oder wenig gut Spuren. Genau so kann auch ein Coach, Berater oder Therapeut mit Ihnen mehr oder weniger leicht und effektiv arbeiten.
Es hängt von Ihrer Bereitschaft und Ihrem Vertrauensverhältnis zum Therapeuten ab, wie leicht Sie in Trance gehen können und wie effektiv die Arbeit im hypnotisierten Zustand ist. Ein Therapeut oder Coach wird mit Ihnen immer so arbeiten, dass er Ihnen eine Progressive Muskelentspannung oder ein Autogenes Training empfiehlt, wenn Sie sich nicht gleich auf eine Hypnosesitzung einlassen möchten. So können Sie Vertrauen fassen und bewusst aufgebaute Trancearbeit erfahren. Wenn Sie dann mehr Zutrauen haben, dann geht es leichter, Ihnen mit Hypnose eine Hilfestellung zu geben.
Showhypnose und Blitzhypnose sind Techniken, die mit dem heutigen Coaching und der Hypnotherapie nichts zu tun haben. Diese Anwendungen sind interessant für die Medien und einige Menschen, die daraus Kapital schlagen. Es ist in den meisten Kreisen so, dass man davon Abstand nimmt und sich distanziert, wenn man eher beratend oder therapeutisch arbeitet. In einer guten Hypnoseausbildung lernen Sie allerdings auch die Grundlagen, dies zu können.
Bild © Andreas Zöllick / PIXELIO
Soziale Phobie ist ein Begriff, der nicht sehr geläufig ist im Sprachgebrauch. Er bezeichnet eine Angst, die vor allem im direkten Umgang mit Menschen in Erscheinung tritt.
Als Soziale Phobie werden in der Psychopathologie dauerhafte, irrationale starke Angstzustände, die an die Anwesenheit anderer Menschen gebunden sind, bezeichnet. Lernen Sie mehr über die Soziale Phobie als Betroffener und als Berater / Therapeut kennen.
Soziale Phobie Erscheinung und Hinweise
Menschen mit sozialer Phobie gehen gesellschaftlichen Zusammenkünften aus dem Weg. Bei Ihnen steht die Angst vor Ablehnung anderer Menschen stark im Vordergrund. Sie fürchten, die Erwartungen anderer nicht zu erfüllen und auf Ablehnung stoßen zu können. Des weiteren quält sie der Gedanke, dass man ihnen ihre Nervosität oder Angst ansehen könnte. Dies verstärkt die ursprüngliche Angst noch einmal zusätzlich. Körperlich begleiten diese Angst einige Symptome wie zum Beispiel Erröten, Zittern, Herzrasen, Schweißbildung, Derealisation und Depersonalisation, Atemnot, Verkrampfung, Schwindel, Beklemmungsgefühle in der Brust, Kopf- und Magenschmerzen, Sprachhemmung, häufige Versprecher, Durchfall, Übelkeit oder auch Panikgefühle.
Damit Sie genau das vermeiden, haben Menschen mit einer Sozialen Phobie eine in ihren Augen gute Strategie entwickelt. Sie gehen solchen Situationen, in denen sie nach ihrer Meinung der Bewertung durch andere ausgesetzt sind, oft von vornherein aus dem Weg und vermeiden diese, so gut es geht. Dies kann bis zu vollkommener sozialer Isolation führen. Viele Betroffene erkranken darüber hinaus im durchaus langwierigen Verlauf an einer Depression oder werden abhängig von Drogen oder Beruhigungsmitteln, welche die Symptome überdecken oder verdrängen können.
10 % unserer westlichen Bevölkerung sollen nach derzeitigen Schätzungen mehr oder weniger stark betroffen sein, tendenziell soll es bei Frauen ein wenig häufiger der Fall sein. Die Entstehung liegt meistens in der Zeit der Jugend und schreitet dann weiter voran.
So erkennen Sie eine Soziale Phobie:
- Die Furcht vor prüfender Betrachtung in überschaubaren Gruppen (eher nicht in überschaubaren Menschenmengen);
- Die Angst kann sich auf bestimmte Situationen beschränken (Treffen mit dem begehrten Geschlecht, öffentliches Essen, Sprechen, Auftreten …) oder unbestimmt in fast allen sozialen Situationen außerhalb der Familie auftreten.
- Meist bestehen niedriges Selbstwertgefühl und Angst vor Kritik.
- Die Symptomatik kann sich bis zu Panikattacken verstärken.
- Ausgeprägtes Vermeidungsverhalten kann bis hin zu vollständiger sozialer Isolation führen.
Hypnose kann bei Sozialer Phobie eine gute Hilfe sein
Bei Sozialer Phobie ist eine kognitive Verhaltenstherapie sicherlich hilfreich. Darüber hinaus können Selbsthilfegruppen nützlich sein und auch mehrere Medikamente haben nachweislich Erfolge gezeigt. Soziale Phobie kann jedoch durch eine frühzeitige hypnotische Intervention in ihrer Entstehung gehemmt werden. Wie Sie das Selbstbild eines Menschen aufbauen und ihn nachhaltig in solchen Situationen stärken, zeigt Ihnen vor allem das Seminar Hypnose Ausbildung Paarberatung und Selbstwert sowie das Seminar Hypnose Ausbildung Schmerzen Sucht und Angst. In der Hypnose Basis Ausbildung sind auch schon Techniken zur Blockadenlösung aufgezeigt. Das Entspannungs- und Reiki Wochenende ist möglicherweise eine Hilfe, für Betroffene selbst.
Ihr Arno Ostländer, Hypnotiseur und Psychologischer Berater
Bild © Gerd Altmann/Carlsberg1988 / PIXELIO



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